Hautmykose

Mykosen-Pilzerkrankungen der Haut-Ursachen und Symptome

Hautkrankheit Pilzerkrankung

Pilzerkrankung Haut ©Robert Kneschke-Fotolia.com

Es gibt diverse Ursachen, die zu einem Hautpilz führen können. Pilzerkrankungen der Haut, sie werden auch Dermatomykosen genannt, haben in den letzten Jahren erschreckend zugenommen. Am häufigsten kommen sie an Haut, deren Anhangsgebilde wie Haare und Nägel  sowie an Schleimhäuten vor. Hautmykosen werden durch verschiedene Pilzarten hervorgerufen. Sie können in schlimmen Fällen Lungenveränderungen hervorrufen und sich durch Verschleppung auch in Knochen ansiedeln oder sogar eine Gehirnhautentzündung hervorrufen. 

Lesen Sie im Beauty Blog alles zum Thema Pilzerkrankung der Haut, was ist ein Hautpilz, Ursachen und Syptome.

Was ist ein Hautpilz?

Jede Kosmetikerin und Fußpflegerin wird in ihrer Praxis mit dem Thema Hautpilz konfrontiert.

Pilze sind Parasiten und chlorophyllfreie Zellen mit mehreren Chromosomenkernen. Von etwa 100 000 Pilzarten können etwa 50 beim Menschen zu Krankheiten führen. Die relativ harmlosen Hautpilzinfektionen werden in erster Linie durch die Gruppe von Fadenpilze ausgelöst. Die Haut kann jedoch auch durch Hefe-, Sproß oder Schimmelpilze infiziert werden.  

 

Was sind Fadenpilze?

Die Fadenpilze bestehen aus verzweigten Pilzfäden, die zusammen das Pilzgeflecht bilden und sich durch Sporen vermehren.  Sie leben in der Hornsubstanz der Oberhaut aber auch in Haaren und Nägeln. Fadenpilze treten an behaarten Körperteilen auf, an der Kopfhaut und unter den Achseln.  Diese Dermatomykose sieht folgendermaßen aus: Es besteht ein runder, ovaler oder unregelmäßig geformter Herd, der rötlich bis bräunlich und geschwollen wirkt. Am Herdrand tritt eine vermehrte Schuppung auf.

 

Was ist ein Hefepilz?

Der bekannteste Vertreter der Hefepilze ist Candida albicans. Seine Sporen sind extrem widerstandsfähig und können durch die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen werden. Der Hefepilz befällt vorwiegend Schleimhäute und bildet leicht abwischbare, weißlich gelbe Beläge, z. B. in der Mundhöhle.

 

Wie bekommt man Hautpilz?

Pilzkrankheiten der Haut werden in erster Linie durch ein schwaches Immunsystem begünstigt und wenn der Säureschutzmantel geschädigt ist. Hierzu neigen besonders Diabetiker und Neurodermitiker, da sie vermehrt zu Infektionen neigen. Bei der Neurodermitis z. B. hat der Betroffene ein endogenes, stark juckendes Ekzem mit Juckreiz, Rötung, Schuppung, Nässen, Erosionen und Krustenbildung. Die Haut ist daher für einen Hautpilz besonders anfällig.

Verschiedene Medikamente wie die Antibabypille, Antibiotika und andere können den Befall von Pilzsporen begünstigen. Eine weitere Quelle für die Infektion mit Pilz ist der Körperkontakt, starkes Schwitzen sowie die Ansteckung in öffentlichen Bäder, Saunen, Turnhallen oder Duschräume. Die Übertragung wird bei Hand- oder Fußpilzerkrankungen durch feuchte Matten und Holzroste begünstigt.

 

Hautpilz Symptome

Beim Fadenpilz treten zuerst juckende, scharf begrenzte, rote oder braunrote Herde auf, die häufig von Bläschen oder Schuppen begrenzt sind und später zusammenfließen.

Hier möchte ich noch ergänzen, dass bei einer Art der Hefepilzerkrankung des Körpers, die sogenannte Pityriasis versicolor, scharf begrenzte unterschiedlich große Herde eine kleieförmige Schuppung zeigen. Dieser Hautpilz ist nicht ansteckend, die betroffenen Stellen sind hellbraun und im Kontrast zur sonnengebräunten Haut erscheinen sie weißlich. Diese Erkrankung befällt Schultern, Hals, Rücken und Brust.  

 

Therapie – Was tun gegen Hautpilzarten?

  • Unbedingt einen Arzt konsultieren! Der Pilzerreger wird identifiziert indem eine Pilzkultur angelegt wird. Der Patient wird in der Regel mit einem Antimykotikum behandelt, dass das Pilzwachstum hemmt und die Sporen vernichtet 
  •  Eine wichtige Grundlage ist auch die Ernährungsumstellung. Zucker, Hefe und Produkte aus weissem Mehl sollten vermieden werden 
  • In der pilzbefallenen Zone nicht kratzen, da die Haut sonst weiter gereizt wird. Des weiteren können die umliegenden Hautareale und die Fingernägel betroffen werden 
  •  Pilze lieben ein feuchtes Milieu, deswegen ist Kunstfaserbekleidung zu vermeiden 
  •  Nach dem Verschwinden der Symptome sollte die Behandlung lange genug fortgesetzt werden, um einen erneuten Befall zu verhindern

Mit den besten Wünschen für eine gesunde Haut Birgit Martens

 

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