Kosmetik und ihre Inhaltsstoffe Teil 4

Alkohole und Feuchtigkeitsfaktoren in Kosmetika

Alkohole  und Feuchtigkeitsfaktoren in Kosmetika

Alkohole und Feuchtigkeitsfaktoren in Kosmetik

Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten lösen folgende Reaktionen aus. Sie können:                                

  • die Kapillardurchblutung steigern
  • den Stoffwechsel der Hautzellen anregen
  • das Feuchtigkeitsbinde- und -haltevermögen erhalten oder verbessern
  • empfindliche Haut beruhigen
  • Unreinheiten abklingen lassen

Lesen Sie in meinem Beauty Blog den Teil 4 der Reihe „Kosmetik und ihre Inhaltsstoffe“. Es behandelt alles zum Thema Alkohole und Feuchtigkeitsfaktoren in Kosmetika.

 

Alkohole in Kosmetika

Alkohole sind Oxydationsprodukte von kettenförmigen Kohlenwasserstoffen. Sie enthalten sogenannte Hydroxilgruppen, über deren Anzahl die Wasserlöslichkeit steigt. Deswegen ist z.B. das Glyzerin gut wasserlöslich obwohl es ölartig aussieht. 

Entsprechend ihrer Anzahl gibt es ein- und mehrwertige Alkohole.  

 

Mehrwertige Alkohole in Hautpflegeprodukten

Sie haben einen süßen Geschmack. Glykole heißen die 2 wertigen und dienen als Glyzerin-Austausch-Stoffe.

Der bekannteste 3 wertige Alkohol ist das Glyzerin und findet sich in: 

  • Hautcremes
  • Gesichtswasser  
  • Zahnpasten  
  • Glyzerinseifen  
  • Rasierseifen  

In entsprechender Verdünnung wird die Haut weich und geschmeidig. Kurzfristig ersetzt es den natürlichen Feuchtigkeitsfaktor der Haut.

 

Einwertige Alkohole in der Kosmetik

  • Methanol darf nur als Lösemittel verwendet werden. Giftig!
  • Äthanol ist mit Wasser mischbar und der wichtigste Alkohol für Medizin und Kosmetik. Er dient als Lösemittel für verschiedene Wirkstoffe, z. B. ätherische Öle, Harze und Jod. Auf die Haut wirkt er erfrischend, belebend, leicht desinfizierend und austrocknend. Seine stärkste Kraft zur Desinfektion besitzt er bei 70%.

Ester entsteht aus Alkohol und Säuren. Die einfachsten sind die Fruchtester. Sie dienen zur Herstellung von Nagellacken und Nagellackentfernern. Fettsäureester sind hautfreundliche Lösungsvermittler, bzw. Weichmacher, in Nagellacken.

Lezithine sind ebenfalls Fettsäure-Glyzerin-Ester, die Phosphorsäure und Cholin (stickstoffhaltiger Alkohol) enthalten. Ei- und Pflanzenlezithin wird als Zusatz in 

  • Hautcremes 
  • Haarwasser  
  • Haarkuren  
  • Haarsprays verwendet. 

 

Feuchtigkeitsfaktoren in der Kosmetik sichern glatte Haut

Um dem Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen enthalten Kosmetikprodukte sogenannte Feuchtigkeitsfaktoren oder Moisturizers. Es sind fettarme Präparate, die die Benetzbarkeit der Haut erhöhen, um sie glatt und geschmeidig zu halten. Kohlenhydratverbindungen und Aminosäuren regen in den Hautzellen komplexe Verbindungen an, so dass die Feuchtigkeit in der Haut besser festgehalten wird.

Der Feuchtigkeitsgehalt der obersten Hautschichten wird durch zwei Faktoren bestimmt:

  • die Feuchtigkeitsaufnahme aus der Luft
  • die Bindung bzw. Zurückbehaltung der von der Haut abgegebenen Feuchtigkeit

 Der natürliche Feuchthaltefaktor der Haut setzt sich zusammen aus:

  • freien Aminosäuren
  • Ammoniak
  • Harnstoff
  • organische Substanzen
  • Säurerestionen der Milchsäure
  • Salz- , Phosophor- , Zitronen-  und Ameisensäure
  • Magnesium- , Calcium- , Natrium- und Kaliumionen

Mit den besten Wünschen für eine schöne Haut  Birgit Martens

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