Kosmetik und ihre Inhaltsstoffe Teil 5

Farben in Kosmetik – Woraus werden sie gewonnen

Farben in Kosmetik

Welche Farben sind in Kosmetik

Sowohl in der dekorativen Kosmetik als auch in Produkten zur Hautpflege werden unterschiedliche Farbstoffe eingearbeitet. Man unterscheidet pflanzliche-, künstliche- und tierische Farbstoffe und natürliche Mineralfarben, die in Kosmetika eingesetzt werden. 

Lesen Sie in meinem Beauty Blog  die 5. Fortsetzung von „Kosmetik und ihre Inhaltsstoffe“ mit dem Schwerpunkt Farben in Kosmetik.Woraus werden sie gewonnen und welche Farben sind drin?

 

Pflanzliche Farbstoffe in Kosmetik sind:

Chlorophyll, der grüne Blattfarbstoff, ist das Blattgrün in der Pflanze. Man findet es hochdosiert in Spinat, Brennnessel und Gras. Chlorophyll ist ein wertvoller Wirkstoff, es ist heilend, desodorierend und anregend. Chlorophyll in Verbindung mit Enzymen ermöglichen der Pflanze, Stoffe aufzubauen. Pflanzen mit Blattgrün können die Sonnenenergie chemisch binden und selbständig organische Substanzen aufbauen. Chlorophyll findet z. B. Verwendung in Cremes, Packungen, Masken, Lotionen, Aknesalben und Seifen.

Henna, entsteht aus den pulverisierten Blätter der Hennapflanze. Den roten Hennafarbstoff kannte man bereits in der Antike. Er diente zum Färben von Haaren, Nägeln, Fußsohlen und Handflächen. Henna ist heute auch wieder ein beliebter Schönheitsfarbstoff.

Curcumin, wird aus der Gelbwurz gewonnen und liefert einen gelben Farbstoff, der zum Färben von Puder, Schminkcremes und Schminkpasten dient.

Krapprot, ist in der Wurzel der Färberröte enthalten. Es wurde bereits bei den frühen Kulturvölkern in Griechenland, Ägypten und Rom für rotgefärbte Schminke verwendet. Die rote Schminkwurzel wird in Lippenstiften und Haarölen eingearbeitet.  

Azulen, ein dunkelblauer Farbstoff, wird aus dem ätherischen Kamillenöl gewonnen. Azulen ist ein Kohlenwasserstoff und ein ausgezeichneter Wirkstoff. Es findet sich in Cremes, Gesichtsölen und Packungen.

Carotinoide, ein orangerotes Kristallpulver, löst sich in Fetten und Ölen. Der wichtigste Farbstoff für Kosmetikprodukte ist das Beta-Carotin. Es färbt Hautöle, wie das Karottenöl.

Hypericin, ein roter Farbstoff, kommt in den Blättern und Blüten von Johanniskrautarten vor.

Carthamin, ein gelbroter Farbstoff, ist fett- und wasserlöslich. Er wird aus den Blütenblätter der Färberdistel gewonnen. Bekannt wurde der Farbstoff früher als Ersatz für Safran.

Juglon, ein brauner Farbstoff, wird aus den grünen Schalen der Walnuss gewonnen. Die braune Färbung wird z. b. in Sonnenschutzmittel, Bräunungspuder und Farbhaarfestiger verwendet.

 

Natürliche Mineralfarben

Sie werden in Puder und Schminken verarbeitet.

  • Roter Bolus ist die rote Tonerde
  • Goldocker, ein gelb- bis gelbbraunes Eisenoxid
  • Ultramarin, eine synthetische blaue Mineralfarbe
  • Umbra, eine rotbraun- bis dunkelblaue Tonerde

 

Tierische Farbstoffe in Kosmetika

Sie wurden früher häufig in Kosmetikprodukten verarbeitet, wie:

  • Carminsäure, ein leuchtend roter Farbstoff, ist ein Bestandteil der Cochenille-Laus. Sie wurde für rote Schminken eingesetzt, heute jedoch synthetisch ersetzt
  • Knochenkohle wurde in schwarzen Schminken verarbeitet
  • Sepia, ein brauner Farbstoff vom Tintenfisch, wurde für braune Schminken verwendet
  • Fischsilber wurde in Perlmuttlacken eingesetzt

Künstliche Farbstoffe in Kosmetika

Sie üben auf die Haut schädliche Nebenwirkungen aus und finden heute keinen Einsatz in Produkten.
Zu den künstlichen Farbstoffen zählen z. B. Alloxan, Eosin, Fluorescein und Anilinfarben.

Farben in Kosmetik und Farbstoffe in Kosmetika ist ein wichtiges Thema für  alle, die verantwortungsvoll mit dem Thema Hautpflege umgehen.

Mit den besten Wünschen für eine gesunde Haut  Birgit Martens

 

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