Menschliches Gehör

Der Weg des Schalls – So funktioniert unser Hörsinn

Wie funktioniert das Gehör

Gehörsinn des Menschen

Am Anfang war der Ton. Wie funktioniert das Hören eigentlich? Wir nehmen ja nicht nur Geräusche wahr, denn der Hörsinn ist erst einmal die Voraussetzung um das Sprechen zu lernen. Die Stimmbänder werden durch das Sprechen in bestimmte Schwingungen versetzt. Unser wichtigstes Kommunikationsmittel ist der Hörsinn. Hören ist die Wahrnehmung von Schwingungen, die einen bestimmten Frequenzbereich haben. Diese Schallwellen nehmen wir auf, sie werden durch Luft oder Wasser übertragen. Die Schallwellen werden vom Ohr in Nervenimpulse umgewandelt und vom Gehirn als Schall interpretiert.

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Wie hören wir Menschen?

Der Hörsinn existiert schon im Mutterleib, wo wir Mamas Stimme vertraut erkennen. Schon in den ersten Lebenswochen erkennen wir, dass es die Unterschiede in Tonhöhe und Klangfarbe gibt.

Der Hörsinn warnt uns vor Gefahren und lässt uns die Orientierung behalten. Unser Hörvermögen ist von Geburt an voll ausgebildet.

Die Natur berührt uns mit ihren Klängen wie das Singen der Vögel, das Rascheln der Blätter, den Wind, den Regen. Die Schallwellen werden mittels der Luft oder dem Wasser übertragen, und wir nehmen sie auf. Vom Ohr werden sie anschließend in Nervenimpulse umgewandelt, deren Interpretation als Schall im Gehirn erfolgt. Das Ohr importiert die Welt in den Menschen. Wir hören lebenslang ununterbrochen unsere Umgebung, denn unser Hörsinn ist immer eingeschaltet.

Die Welt ist Klang und durch den Hörsinn können wir die Welt fühlen.

Nicht nur Hören sondern Zuhören bildet ein gesundes Miteinander. Jeder will hören aber auch Gehör finden.

Beim Hören von Musik singt unser Gehirn quasi mit, weil auch hier wieder die Spiegelneuronen im Kopf anspringen. Man hat nachgewiesen, dass bestimmte Nervenzellen reagieren, die mit dem Kehlkopf in Verbindung stehen.

Sämtliche Legenden und Märchen berichten davon, dass Gott die Welt aus dem Klang schuf. Wir wissen, dass sich Klänge aus Tönen ergeben, also aus der Schwingung des Schalls. Das Wort Ton bezieht sich auf tonus, das auch Spannung bedeutet. Ton zählt auch zum Urbestandteil der Schöpfung. Der Töpfer formt den Ton, der Musiker formt den Ton.

Ein Ton entsteht immer dann, wenn Materie bzw. ein elastischer Körper in eine periodische Schwingung versetzt wird. Ein Ton lässt sich durch drei Faktoren charakterisieren: Tonhöhe, Lautstärke und Klangfarbe. 

Die Bandbreite unseres Hörsinnes ist um das 10fache größer als der Sehsinn. In der Cochlea des Innenohres haben wir die konzentrierteste Fülle von Nervenendungen, damit haben wir im Ohr unsere sensibelste Wahrnehmung. Das Ohr führt die Welt in den Menschen.

Unser Gleichgewichtssinn liegt im Ohr.

Auch unsere Sprache drückt mit dem Wort Vernunft die konzentrierte Wahrnehmung durch das Ohr aus, denn wir vernehmen durch das Ohr.

Auch für das Ende und den Schluss benutzt unsere Sprache das Verb: aufhören.

Wir können theoretisch Schwingungen hören, die kleiner als ein Wasserstoffatom und auch geringer wie Lichtwellen sind. Insofern sind wir theoretisch ebenso in der Lage, das Rauschen unserer Körperzellen zu hören. Die scheinbare Stille setzt sich also tatsächlich aus Tönen zusammen. Wir hören sieben mal schneller als wir sehen. Angenommen wir würden so viel sehen wie wir hören, würden wir wahrscheinlich auf der Stelle geblendet erblinden. Demgemäß sind wir fähig in Bereiche hinein zu hören, die in den entsprechenden Schwingungen unserem Auge aus physikalischen Gründen verschlossen bleiben. 

In unserem Körper existieren unhörbare Klänge, die sich aus den ständigen Flüssigkeitsbewegungen ergeben. 

Das Hören definiert sich zunächst aus der Wahrnehmung von Schwingungen, die innerhalb eines festgelegten Frequenzbereiches übereinstimmen.

Es gibt hörbare und unhörbare Klänge. Seit Pythagoras wissen wir um die Harmonie der Sphären. Auch die Erde hat einen bestimmten Klang, der der Note G entspricht. Es ist der Stimmton für alles was auf diesem Planeten geschieht. Die Schwingungen im Universum sind immer harmonikal sinnvolle Intervalle, eben Klänge und nicht beliebige Proportionen.

Die Sonne entspricht einem cis Ton. Dies wurde aus der Frequenz des Umlaufes der Erde um die Sonne errechnet. 365,242 Tage dauert dieser Umlauf, der Wert wird in Sekunden durch die 1 geteilt und in die Hörbarkeit oktaviert. Das ergibt dann wiederum 136,10 Hz, was unserem cis entspricht – der Sonnenton.

Gehen Sie sorgsam mit Ihrem Hörsinn um, Sie haben nur den einen!

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Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlbefinden Birgit Martens

 

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