Muttermale

Was ist ein Muttermal?

Entstehung Muttermale

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Der Begriff Muttermale (naevi od. naevus) bezeichnet zunächst gutartige Wucherungen, die entweder von den Pigmentzellen oder Blutgefässen der Haut ausgehen. Ein Muttermal ist keine Krankheit, sondern meist lediglich ein kosmetisches Problem. Hierzu zählen der Leberfleck, Linsenmal, Feuermal, Blutschwamm und Spinnenmal. Ihre Entstehung kann man nicht verhindern. Allerdings sollten Sie jeden braunen Fleck, der sich verändert, grösser wird oder seine Farbe verändert einem Arzt zur Abklärung vorzeigen. Verdächtig ist, wenn der braune Farbstoff in die Umgebung ausfliesst, oder auf dem braunen Mal eine schwärzliche Geschwulst wächst. 

Lesen Sie im Beauty Blog alles zum Thema: Entstehung Muttermale wie Leberfleck – Was ist ein Muttermal? Welche Arten gibt es?

 

Was sind Muttermale?  – Welche Arten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten, hierzu zählen:

  • Das Linsenmal – Linsenmale sind runde, meist dunkelbraune Flecken, die von den pigmentbildenden Zellen der Haut ausgehen. Sie können eine glatte Oberfläche haben, wenn sie klein sind. Bei grösseren Malen kann sich eine erhabene warzige Oberfläche bilden. Auf Wangen oder Jochbogen sind sie uns als „Schönheitsfleck“ bekannt 
  • Der Leberfleck – Leberflecke haben nichts mit der Leber zu tun. Die unregelmässig gelappten Male können am ganzen Körper auftreten und sind oft anlagebedingt. Mit zunehmendem Alter vermehren sie sich, gerade wenn die Haut nicht ausreichend mit Licht- oder Sonnenschutzfilter geschützt wird. Leberflecke haben eine hellbraune, fleckige und flächenhafte Pigmentierung mit unscharfer Begrenzung. Sie liegen im Hautniveau. Es gibt auch eine Mischform zwischen Leberfleck und Linsenmal, wobei innen ein scharf umschriebener dunkler Fleck zu sehen ist, während die äussere Zone heller und der Rand gelappt ist
  • Pigmentierte behaarte Muttermale – Diese Naevi können hell bis dunkler pigmentiert sein. Meist liegen sie etwas über dem Hautniveau und sind mit einzelnen oder mehreren Haaren bewachsen
  • Pigmentierte warzenähnliche Muttermale – Sie sind echte Naevi; trotz des warzenähnlichen Aussehens
  • Das Feuermal – Naevus flammeus – Dieses Muttermal ist angeboren und ein hellroter oder violetter Fleck in der Haut. Die meisten Feuermale verschwinden in den ersten sechs Jahren von allein. Der Naevus flammeus ist ein oberflächliches Haemangiom im Hautniveau. Er ist meist angeboren und wächst dann mit. Sind tiefere Gefässe befallen, ragt er über dem Hautniveau hinaus. Bei Befall arterieller Gefässe ist seine Farbe hellrot, bei Befall venöser Gefässe erscheint ein blaurotes Mal. Sind beide Gefässe gleichermaßen beteiligt ist er tiefrot.  Die Ausdehnung eines Feuermals kann ziemlich gross sein, z. B. eine ganze Gesichtshälfte
  • Der Blutschwamm – Cavernom – Blutschwämme bilden sich meist im Kopfbereich, sind oft angeboren oder bilden sich in den ersten Wochen eines Neugeborenen. Sie zeigen ein rasches Wachstum. Das Muttermal ist prall mit Blut gefüllt und weist ein ungeordnetes Gefäßsystem auf. Auch hier ergibt sich die Farbe durch die jeweiligen befallenden Gefässe. Der Blutschwamm sitzt tiefer in der Subcutis. Eine Gefahr besteht darin, dass sich Blutungen oder Thrombosen einstellen könnten
  • Das Spinnenmal – Spinnenmale treten häufig nach dem 35. Lebensjahr auf. Hierbei sind einzelne Gefässe spinnenbeinartig erweitert und in der Mitte ist ein roter Punkt sichtbar. Ihre Bildung vollzieht sich in der Papillenschicht. Diese Male treten oft in grösseren Ansammlungen während der Schwangerschaft oder bei Lebererkrankungen auf. Sie werden auch sternförmige Angiome genannt

 

Ein Muttermal ist keine Krankheit, sondern meist lediglich ein kosmetischer Defekt. Der Begriff Muttermale (naevi od. naevus) bezeichnet zunächst gutartige Wucherungen, die entweder von den Pigmentzellen oder Blutgefässen der Haut ausgehen. Es sind Missbildungen der Haut, die anlagebedingt sind. Sie können von Geburt an bestehen, jedoch erst später zum Ausbruch kommen. 

Allerdings sollten Sie jeden braunen Fleck, der sich verändert, geschwollen ist, wächst und grösser wird oder seine Farbe verändert einem Arzt zur Abklärung vorzeigen. Verdächtig ist, wenn der braune Farbstoff in die Umgebung ausfliesst, oder auf dem braunen Mal eine schwärzliche Geschwulst wächst. 

Sollte ein Leberfleck, ein Linsenmal oder ein anderes Muttermal (ausgenommen der Blutschwamm) mal jucken oder bluten muss nicht gleich etwas bösartiges dahinterstecken. Wichtig ist immer, dass Sie die Stelle sofort desinfizieren und evtl. mit einem Pflaster bedecken.  

 

Was kann ich noch tun?

Damit Muttermale nicht entarten, sollten folgende Tipps beachtet werden:

  • Vermeiden Sie intensive Sonnenbäder
  • Benutzen Sie ab April einen Sonnenschutzfilter
  • Bedecken Sie in der Mittagssonne Ihre Haut mit langärmeliger Kleidung
  • Begutachten Sie regelmässig die Haut, inclusive Handinnenflächen, Fußsohlen und Kopf auf Veränderungen

 

Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlbefinden Birgit Martens

 

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