Schminken

Auf den Spuren vom Schminken – Die Geschichte von Make Up

Schminke Antike

Make up begann in der Antike

Menschen wollten sich schon immer verschönern, nicht zuletzt um sympathischer zu wirken. Schminke und Make up hat eine lange Geschichte und wird schon im alten Testament erwähnt. Zu dieser Zeit diente das Schminken einmal zur Verschönerung, aber ebenso als Schutz vor Sonnenstrahlen. Im Märchen begegnen wir der Prinzessin mit rosigen Wangen, einer Haut wie Milch, einen Mund so rot wie Kirschen,  Augen so blau wie der Himmel und pechschwarzen Wimpern. Auch Sagen, Gesänge und Fabeln berichten vom Lippenrot, der Betonung von Brauen und dem Retuschieren des Teints. 

Lesen Sie im Beauty Blog die „Geschichte des Schminkens“ von der Antike bis ins Mittelalter und von der Renaissance bis in die Neuzeit.

 

Schminken in der Antike

Im alten Ägypten benutzte Frau ein sehr starkes Make up für den Teint, die Augenbrauen wurden sehr kräftig mit einem schwarzen Puder betont, der auf Bleiglanzbasis basierte. Für die Augen benutzte Frau einen grünen Malachit Puder, da das Mineral auch für die Gesundheit der Augen ist. Da das Interesse in dieser Zeit allein den Augen gelten sollte, wurden die Lippen nicht stark betont und nur manchmal mit Karminrot gefärbt.

Im alten Griechenland war ein leichtes und zartes Make up beliebt, denn einfache Natürlichkeit sollte suggeriert werden. Salben auf Kreide-, Mehl- oder Silberweiss Basis dienten zur Aufhellung  des Teints, und mit einem pflanzlichen Wurzelauszug wurden die Wangen rosig angemalt. Mit Weihrauch wurden die Augenlider geschwärzt und Kohl vergrößerte optisch die Augen.

Im alten Rom wurde das Gesicht mit Silberweiss oder Bleicarbonat hell gehalten. Zur Betonung der Wangen diente in Quecksilber verdünntes Karmin oder mineralische rote Farben und andere Färbemittel auf pflanzlicher oder tierischer Basis, wie z. B. das aus Muscheln gewonnene purpurfarbene Pulver. Graphit umrandete die Augen und die Augenbrauen wurden mit Russ gefärbt. Für die Lippen wurde kräftiges Rot bevorzugt.

 

Schminke vom Mittelalter bis zur Renaissance

Im Mittelalter benutzten allein Huren ein leichtes und durchsichtiges Make up. Der Haaransatz sowie die Augenbrauen wurden ausgezupft. Die Wimpern wurden nicht betont. Die Renaissance war geprägt vom pompösen Luxus und durch die italienische Kunst   inspiriert. Die Augenbrauen werden fein getragen, der Teint ist weiss und die Wangen zinnoberrot. Angeklebte Schönheitspflaster in allen möglichen Formen waren trendy.

 

Die Geschichte von Make up ab dem 17. Jahrhundert

Im 17. Jahrhundert wurde üppig nur weisser Puder benutzt. Schönheit schien hochmütig, würdevoll und majestätisch.

Im 18. Jahrhundert galten zarte, weibliche Frauen als modisch. Deckende schwere Pasten aus Bleiweiss versteckten das Gesicht und Frau verwendete viel Rouge. Die Lippenfarbe wurde der gesellschaftlichen Stellung der Frau angepasst. So benutzten Hofdamen die Farbe Granat, bürgerliche Frauen bevorzugten helle Farben und grelle leuchtende Farben wurden von Dirnen getragen.

Nach 1830 begann die romantische Zeit mit blassem Teint. Rouge sowie Lippenrot wurden sehr sparsam aufgetragen. Tiefliegende Augen waren in, und Frau schminkte sie schwarz.

Ab 1870 wurden die Gesichtsvenen nachgezogen, der Teint blieb hell, Augenbrauen natürlich belassen und Wangen mit Rot betont. Lippenstift benutzte man nur bei festlichen Gelegenheiten.

Ab 1910 wird eine schützende cremige Unterlage, eine tönende Creme und Puder aufgetragen. Der „Milch und Honig Teint“ kam in Mode und sonnengebräunte Gesichter wurde verpönt.

Das Make up, wurde ein weltweit feststehender Begriff, und seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird hiermit die natürliche Schönheit von Frauen zur Geltung gebracht.

 

Mit den besten Wünschen für eine schöne Haut Birgit Martens

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