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Spitzwegerich: Pflanzenheilkunde Anwendung

Heilpflanzen & Heilkräuter Plantago lanceolata

Spitzwegerich -Wirkung u. Anwendung ©Bernd S.-Fotolia.com

Spitzwegerich: Die Pflanze wirkt in der Phytotherapie gegen Atemwegserkrankungen. Außerdem  ist sie beispielsweise schleimlösend und reizmildernd sowie entzündungshemmend. Sie wird auch gern bei Husten und Schnupfen, sowie gegen Halsschmerzen oder Ohrenstechen und zur Wundbehandlung genutzt. Eine Blätterauflage hilft immerhin bei offenen Füßen, Insektenstichen und Thrombosen. Die Heilpflanze wird außerdem auch Wegetritt genannt und wurde von Menschen daher immer als Heilmittel sehr geschätzt. Aus den getrockneten Blättern kann man außerdem einen wirksamen Tee zubereiten.

Lesen Sie im Beauty Blog alles zum Thema: Spitzwegerich: Wirkung, Inhaltsstoffe, Anwendung & Rezepte.

Spitzwegerich – Pflanzenportrait

Dieses “Unkraut“ ist immerhin eine bewährte Heilpflanze mit hoher Wirksamkeit. Seit alters her wird sie nämlich von den Menschen als Heilmittel gegen Atemwegserkrankungen geschätzt.

Man findet den Spitzwegerich beispielsweise an Wegen und Zäunen, an Wiesenrändern oder Feldern und Weiden. Er gehört in die Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse und wächst immerhin auf der ganzen Welt.

Die Pflanze hat eine bodenständige Rosette von schmalen und spitz zulaufenden Blättern, die außerdem sichtbare Nerven sowie gerillten Blütenstengel zeigen. Die Blüten sitzen dabei in einer zylinderförmigen Blütenähre. Ihre Blütezeit ist dann von Mai bis September.

Immerhin kannte man die Wirkung bei Atemwegserkrankungen bereits im Mittelalter und nannte die Pflanze deswegen auch Hustenkraut.

Spitzwegerich – Heilende Inhaltsstoffe

Die heilenden Inhaltsstoffe im Spitzwegerich sind beispielsweise: Glykosid Aucubin und Bitterstoffe, sowie Schleimstoffe, Kieselsäure und Vitamine plus Gerbstoffe. 

Die Schleimstoffe lindern beispielsweise den Hustenreiz und wirken außerdem infektionshemmend auf Schleimhäute sowie auf den Rachenraum. Die enthaltenen Gerbstoffe reduzieren Bakterien auf den Schleimhäuten die Nährstoffe, die dann verkümmern. Die enthaltene Substanz Aucubin im Blatt wirkt dabei wie ein natürliches Antibiotikum.

Durch diese Wirkstoffe lässt sich mit Spitzwegerich hervorragend beispielsweise Husten mit starker oder zäher Verschleimung sowie eine hartnäckige Bronchitis und Entzündungen im Mund- und Rachenraum bekämpfen.

Angewendet wird der Spitzwegerich beispielsweise innerlich in Form von Tee, Sirup, Saft und als Auflage. Seine Heilwirkung entfaltet sich auch bei Beschwerden wie:

  • Husten und
  • Bronchitis oder
  • Schnupfen plus
  • Halsschmerzen sowie
  • Ohrenschmerzen und
  • Insektenstiche

 Nach Maria Treben hilft Spitzwegerich aber auch gegen:

  • Ausschläge und
  • Flechten
  • Lungen- und Bronchialasthma
  • Leber- und Blasenleiden
  • Risse
  • Schnitte 
  • sowie gegen einen Hundebiss
  • Blasen an den Füßen
  • bösartige Geschwulst
  • bösartige Drüsenerkrankungen
  • offene Füße und
  • Thrombosen

Es gibt immerhin mehr als zweitausend Heilpflanzen, die in unseren Breitengraden ihren Einsatz finden. Heilende Pflanzen sind immerhin ein Teil unserer Natur. Sie können unseren physischen Körper heilen. Ihr Gebrauch kann deshalb außerdem unser Bewusstsein erweitern.

Spitzwegerich – Tipps & Rezepte

Tee – Bei Husten und Schnupfen, sowie Halsschmerzen oder Bronchitis plus Bronchialasthma, Leber- oder Blasenleiden Nehmen Sie für die Teezubereitung 2 gehäufte Teelöffel getrocknete Blätter auf 1 Tasse Wasser, dann brühen und 10 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie davon mehrmals täglich eine Tasse.

Blätterauflage – Anwendung beispielsweise bei offenen Füßen, Insektenstichen, Thrombosen, Ausschläge, Flechten, Schnitte oder bösartiger Geschwulst  Nehmen Sie für die Zubereitung einer Blätterauflage frische Spitzwegerichblätter, die gewaschen werden. Auf einem Brett werden diese dann mit einem Nudelholz zu Blätterbrei gerollt. Legen Sie den Brei während der Nacht auf die betroffenen Stellen. Abschließend etwas Mull drüber und mit einer Bandage umwickeln.

Spitzwegerich Hustensirup selbst herstellen  Zur Herstellung des Sirups nehmen Sie 4 Hände gewaschene Wegerichblätter. Geben Sie diese dann durch den Fleischwolf. Jetzt erhalten Sie einen Blätterbrei, zu dem Sie ein wenig Wasser zufügen, so dass er sich nicht anlegt. Fügen Sie nun 300 g Rohrzucker und 250 g Honig zu. Anschließend bei schwacher Hitze das Ganze unter ständigem Rühren sieden, bis eine dickliche Masse entsteht. Füllen Sie diese Masse jetzt heiß in Gläser. Nach Erkalten einfach im Kühlschrank aufbewahren.

Saft selbst zubereiten  50  Gramm Spitzwegerichblätter in einem Mörser zerstoßen, dann mit etwas Wasser zum Kochen bringen. Danach etwas Honig zufügen und 1 Stunde stehen lassen, durchseihen und jede Stunde davon 1 Teelöffel langsam im Munde zergehen lassen.

Bei Blasen an den Füßen  Legen Sie ein Wegerichblatt in den Schuh und die Blasen bilden sich zurück.

Achtung! Die hier empfohlenen Tipps sollen in keinem Fall den Rat des Arztes ersetzen.

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Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlbefinden Birgit Martens

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Von Birgit Martens

Kosmetikexpertin

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