Geschichte Heilkräuter und Heilpflanzen

Phytotherapie: Kräuter- und Naturheilkunde in der Antike und Mittelalter

Geschichte Pflanzenheilkunde

Die Geschichte der Heilpflanzen und Heilkräuter ©Dmitry-Fotolia.com

Heilkräuter und Heilpflanzen spielten in der Geschichte seit den frühen Hochkulturen bei den Naturvölkern eine wichtige Rolle. Aus der frühzeitlichen Kräuter- und Naturheilkunde entstand unser heutiges Wissen der Phytotherapie.

Sowohl die alten Ägypter, Griechen und Römer betrieben die Pflanzenheilkunde. Aber auch in China, Indien und Persien wussten die Menschen um die Heilwirkung von Pflanzen und Kräuter als Nahrungsmittel oder Würze. Die Zusammenhänge zwischen Nahrung und Gesundheit, also Genuss und Heilung, fanden hier bereits ihren Anfang.

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Die Geschichte der Pflanzenheilkunde in der Antike

In frühzeitlichen Papyri, Sanskritschriften und der Bibel wird von Dill schon als Arznei und Heilkraut berichtet. 

Seit dem Altertum ist z. B. der Thymian als Küchengewürz und in Arzneiformen bei den Menschen bekannt. Er diente im Nilland als Kranzschmuck, zur Waschung der Leichen sowie als Leichenbalsam. Als Heilmittel für diverse Krankheiten wurde er von Dioskurides eingeführt.

Alle aromatischen Pflanzen waren der griechischen Überlieferung nach göttlichen Ursprungs.

Rosmarin fand man bereits in alten Gräbern der frühen ägyptischen Dynastien.Sie war die Blume des Olymps und der Aphrodite geweiht.Das Heilkraut Rosmarin wurde bereits bei den alten Römern als Meerestau bezeichnet. Seit 820 wurde es im Kräutergarten des Klosters von St. Gallen erwähnt. Seit Karl dem Grossen wird sein Anbau gefördert. Man schwörte darauf, dass es böse Geister verbannt.

Weihrauch war bei den alten Griechen als Libanotis bekannt. Der Legende nach verehrte der Jüngling Libanos die Götter so sehr, dass er sich die Missgunst seiner Mitmenschen zuzog, die ihn töteten. Aus seinem Körper wuchs zu Ehren der Götter eine Pflanze, die den Namen Libanotis erhielt.

Salbei, als Heilkraut, wurde bereits in biblischen Zeiten geschätzt.

Anis und Fenchel gehörten zu den bekanntesten Heilkräuter des Altertums. Ihr Anbau geht bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. zurück.

Sellerie und Petersilie wurden bereist bei Homer in seiner Odyssee erwähnt.

Auch die traditionelle chinesische Medizin begann weit vor unserer Zeitrechnung, Heilkräuter zu entdecken.

 

Heilpflanzen und Heilkräuter im Mittelalter

Später im Mittelalter verfügten die Menschen bereits über eine beträchtliche Menge von Heilanwendungen. Die Kenntnis der Anwendung von heilenden Pflanzen wurde weit verbreitet, auch über die Kräutergärten der Klöster. Der Thymian wurde durch die Klostergärten verbreitet. Die Äbtissin Hildegard von Bingen empfahl ihn als Wurmmittel. Auch der Lavendel wurde von ihr gegen Leber- und Lungenleiden empfohlen.In Europa übernahm die Klostermedizin mehrere Hundert Jahre die Versorgung für Krankheiten und Beschwerden. Sogenannte Kräuterfrauen fanden ihre Berufung. Bis heute umfasst die Heilwirkung von Kräutern in Form von Teezubereitungen, Salben, Inhalationen, Umschläge oder Tinkturen. So hatte jede Familie ein Reservoir an Hausmitteln, die für alle Krankheiten ihren Einsatz fanden.

Hildegard von Bingen schrieb im 12. Jahrhundert Bücher über Heilkräuter und deren gezielte Anwendung. Sie gilt als erste deutsche Naturforscherin.

Im 16.Jahrhundert wurde Paracelsus aufgrund seiner Heilerfolge mit Kräutern bekannt.

Nachdem die Medizin weiter Fortschritte machte, gelang das Wissen um Heilkräuter ins Abseits. Der Griff zur Pille war bequemer als die Zubereitung von Tees oder das Sammeln von Pflanzen.

Jetzt ist das Interesse wieder gross an heilenden Essenzen aus der Natur. Seit dem 19. Jahrhundert durch den Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp ist die Pflanzenheilkunde wieder in aller Munde. Die Heilwirkung von Heilkräutern und Heilpflanzen ist wissenschaftlich bestätigt.

Die Menschen verspüren wieder, sich natürlich zu heilen. So finden viele frische Kräuter ihren Weg zurück auf den täglichen Speiseplan.

Hier erhalten Sie einen Ratgeber aller Heilkräuter und Heilpflanzen mit Anwendungsmöglichkeiten 

 

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Birgit Martens

 

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