Heilkraut Thymian

 Heilpflanzen und Heilkräuter Thymus serpyllum

Thymian Steckbrief

Thymian – Wirkung und Anwendung ©BVDC -Fotolia.com

Thymian: Um dieses Heilkraut ranken sich viele Mythen. Es wird auch Quendel, Kuddelkraut oder Bienenkraut genannt. Seit 2000 v. Chr. wurde er bereits im Irak angebaut. Im 11. Jahrhundert kam er dann nach Europa. In der Homöopathie findet das Heilkraut eine vielfältige Verwendung. Hildegard von Bingen empfahl das Kraut beispielsweise schon als Wurmmittel. Es ist jetzt in der modernen Medizin ein viel verwendetes Heilmittel. Als Tinktur ist es für Mundspülungen, Bäder und Umschläge geeignet. Innerlich wirkt es heilend gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und als Magenmittel. Thymianöl, Tinktur oder Sirup können Sie leicht selbst herstellen.

Lesen Sie im Beauty Blog alles zum Thema: Thymian -Wirkung, Inhaltsstoffe, Anwendung, Rezepte für Öl, Tinktur & Sirup  

 

Thymian – Pflanzenportrait & Beschreibung

Die Pflanze ist ein runder und buschiger Zwergstrauch. Sie steht auf vielen Küchenbänken. Das Kraut hat einen vierkantigen Stengel und die Blätter sind nur wenige Millimeter groß. Der Thymian trägt rosa oder weisse Blätter und erreicht eine Größe von 20 – 40 cm. Das Aroma der Pflanze ist angenehm krautig, eben leicht medizinisch. Man findet sie in Europa und Asien überall an sonnigen Plätzen, Felshängen, am Wegrand und trockenen Wiesen. Die Heilpflanze gehört in die Familie der Lippenblütler.

Thymian ist seit dem Altertum als Küchengewürz in Gebrauch und wurde bereits 2000 v. Chr. im heutigen Irak angebaut.

Im alten Ägypten wurde es zur Einbalsamierung der Leichen verwendet.

Römer und Griechen nutzten das Kraut als vielseitiges Heilmittel und als Gewürz.

Im 11. Jahrhundert kam der Thymian nach Europa. Er ist auch in der modernen Medizin ein viel verwendetes Heilmittel. Als Tinktur ist es für Mundspülungen, Bäder und Umschläge geeignet. Innerlich wirkt es heilend gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und als Magenmittel.

 

Thymian – Heilende Inhaltsstoffe

Die heilenden Inhaltsstoffe im Thymian  sind: Ätherisches Öl mit Thymol, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Mineralstoffe.

Heilwirkung  

Die Wirkung entsteht durch das Gewürz, Kräuteröl, Tee, Tinktur, Sirup oder als Badezusatz. 

Seine Heilwirkung entfaltet sich bei Beschwerden wie:

  • Husten
  • Keuchusten
  • Bronchialkatarrh
  • Magenbeschwerden
  • Darmkatarrh
  • Appetitlosigkeit
  • Wunden

Nach Maria Treben hilft Thymian auch gegen:

  • Lähmung bei Schlaganfall
  • Multipler Sklerose
  • Muskelschwund
  • Rheumatismus
  • Verstauchungen
  • Unterleibskrämpfe
  • Bronchialasthma
  • nervöse Überreizung

Thymian – Tipps Zubereitung & Rezepte

Bei Husten, Bronchialkatarrh, Bronchialasthma, Keuchhusten – Thymiantee   

1 Teelöffel Thymianblätter mit 1/4 Liter kochendes Wasser aufgießen.Dann 10 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie möglichst 3 mal täglich eine Tasse.

Bei Rheuma, nervöse Überreizung, Muskelschwund – Vollbad  

Nehmen Sie 200 Gramm Thymiankräuter. In einem Topf mit 5 Liter Wasser über Nacht kalt ansetzen. Am nächsten Tag den Topf zum Kochen bringen. Jetzt alles ins warme Badewasser geben. Machen Sie das Vollbad mindestens für 30 Minuten, nach Bedarf täglich wiederholen.

Bei allen genannten Beschwerden – Thymian Tinktur selber machen  

Pflücken Sie die oberirdischen Pflanzenteile während der Mittagssonne von Mai bis September. Füllen Sie eine Flasche locker bis zum Hals mit den gepflückten Blütenständen. Nun übergießen Sie diese mit 38-40%igem Korn- oder Obstbranntwein. Lassen Sie die Flasche zwei Wochen in der Sonne stehen. Täglich 1 Esslöffel morgens und abends in Wasser verdünnt einnehmen. Sie können aber auch Gelenkumschläge damit machen.

Bei allen genannten Beschwerden -Thymiansirup selber machen

Pflücken Sie die oberirdischen Pflanzenteile während der Mittagssonne von Mai bis September. Blüten und Stengel dann mit nassen Händen befeuchten und in ein Glas geben. Jetzt schichtweise das Ganze mit Rohrzucker fest ins Glas drücken. Das Ganze nun 3 Wochen in der Sonne stehen lassen. Dann abseihen wie folgt: Die durchtränkten Pflanzenteile mit nur wenig Wasser auswaschen und zum Sirup gießen. Den Sirup auf kleinster Herdstufe vorsichtig verdunsten lassen, ohne ihn zum Kochen zu bringen. Danach erkalten lassen und wieder auf kleiner Flamme verdunsten lassen, ohne ihn zum Kochen zu bringen.

Bei allen genannten Beschwerden – Thymian Öl Zubereitung  

Blütenstände in der Mittagssonne pflücken. Dann in eine Flasche locker bis zum Hals füllen. Jetzt mit kalt gepresstem Olivenöl übergiessen, so dass das Öl zwei Finger breit über den Pflanzenteilen steht. Lassen Sie die Flasche zwei Wochen in der Sonne stehen und fertig ist Ihr selbst gemachtes Thymianöl. Sie können es für die Küche verwenden, Ihre Gelenke und Knochen damit einreiben oder eine halbe Tasse als Vollbad verwenden.

Achtung! Die hier empfohlenen Tipps sollen in keinem Fall den Rat des Arztes ersetzen.

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Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlbefinden Birgit Martens

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