Spreizfuß

Beschwerden beim Spreizfuß – Hilfe und Ratgeber

Beschwerden beim Spreizfuss

Beschwerden beim Spreizfuss  ©Jeanette Dietl-Fotolia.com

Man spricht von einem Spreizfuß, wenn das vordere Quergewölbe gesenkt ist. Das führt zu Schmerzen unter dem Vorfuß sowie zu übermäßiger Verhornung. Es treten weitere Beschwerden auf, wie Hammerzeh und Krallenzehen, Reiterzehen oder Hallux valgus.

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Warum verursacht der Spreizfuß Schmerzen? 

Das Quergewölbe am Fuß ist ein schwaches Fußgewölbe, das lediglich von einem Muskel, dem Querfußmuskel, hochgehalten wird. Jenes Gewölbe bildet die zweite Abfederung der Füße bei der Gehbewegung. Es ist jedoch nicht dafür ausgelegt, große Lasten zu tragen und wird bei Spreizfüßen heruntergedrückt. Der durchgedrückte Mittelfußbereich bildet eine „neue“ Auftrittsfläche. 

Die Mittelfußknochen haben an ihrer Unterseite sogenannte Sehnenanwachsstellen, die spitz oder auch scharfkantig sind. Der gespreizte Fuß rollt mit diesen scharfkantigen Stellen auf hartem Boden ab und das ist oft schmerzhaft. Die Haut an den Fußsohlen wehrt sich mit verstärkter Hornhautbildung, die ebenso zu Schmerzen im Fuß führt.

 

Woran erkenne ich den Spreizfuß?

Vermehrte Hornhautbildung unter dem Vorfuß ist ein sicheres Zeichen für die Senkung des vorderen Quergewölbes und der Spreizfußbildung.

 

Was ist ein Hammerzeh – Was ist ein Krallenzeh?

Haben sich die Mittelfussknochen 2, 3 und 4 gesenkt, berühren die Köpfchen den Boden und die Zehengrundgelenke der drei mittleren Zehen werden mit heruntergezogen. Diese Grundglieder beugen sich dann zu den Mittelgliedern, deshalb krampfen sich die Zehen zusammen. Die Sehnen, die im Normalfall gestreckt sind, werden durch die gesenkten Köpfchen nach unten gedrückt, und es entsteht eine unnatürliche Winkelstellung. Da eine ausgleichende Verlängerung der Sehnen nicht möglich ist, wird sie mittels der Zehenglieder simuliert. Die Zehenbeuger verkümmern durch Untätigkeit und die betreffenden Zehengelenke versteifen. Es kommt zum Hammerzeh und/oder Krallenzeh.

 

Warum bilden sich „Reiterzehen“?

Haben sich die Mittelfußköpfchen gesenkt, bilden sie die Auftrittsfläche und spreizen sich auseinander. Die Zehen werden im Schuh seitlich zusammengedrückt. Mitunter verlieren die Zehen ihre normale Stellung und legen sich über- oder untereinander. Die Zehen können aus ihren Gelenken springen und sich auch quer über die anderen Zehen legen, weil sie eben durch ihre Verkrampfung nur noch lose in ihren Gelenken sitzen.

 

Warum bildet sich ein „Hallux valgus“?

Beim gesenkten Quergewölbe, verbreitert sich der Fuß im Bereich der Mittelfußköpfchen. Durch die gespreizte Stellung des 1. Mittelfußknochens gelangt die Großzehe in eine X-Stellung und neigt sich verstärkt zur Fußaussenseite bei der Abrollbewegung, wodurch es wiederum zur Ballenbildung kommt. Das nennt sich Hallux valgus.

 

Was kann man gegen die Beschwerden tun? 

Die Zehen müssen aus ihrer verharrten und verkrampften Beugestellung heraus, damit ihre Streckung wieder möglich ist. Das funktioniert nur, indem das Quergewölbe angehoben wird. Mit einer individuell angefertigten Einlage oder Fußstütze lässt sich mitunter das Quergewölbe leicht anheben, der Querfußmuskel wird stimuliert.

Aber auch eine regelmäßige Fußgymnastik lindert die Beschwerden beim Spreizfuß. 

 

9 Tipps für Fußgymnastik

  • Stehen und Laufen auf der Aussenkante der Füße
  • Zehenstand
  • Zehengang
  • Kniebeuge im Zehenstand
  • Fußkreisen nach rechts und links
  • Greifübungen mit den Zehen (Handtuch oder Bleistift)
  • Auf der Ferse laufen mit angehobenem Vorfuß
  • Aus dem Zehenspitzenstand langsam den Fuß über den äußeren Rand abrollen
  • Fußroller

 

Mit den besten Wünschen für gesunde Füße Birgit Martens

 

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